Pflege in Bayern 2026: Zahlen, Prognosen und Hilfe für Familien

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Liane Vogel

Liane Vogel

Kundenberaterin für Seniorenbetreuung

    Betreuungskraft und Seniorin sitzen lachend auf einem Holzbalkon mit Blick auf ein oberbayerisches Dorf und die Alpen
    Hinzugefügt am: 26.09.2026 um 15:38 Uhr

    Geprüft von Liane Vogel  Kundenberaterin für Seniorenbetreuung, Jaso24

    Auf den Punkt gebracht: In Bayern leben 2.915.460 Menschen ab 65 und 874.771 Menschen ab 80 Jahren (Landesamt für Statistik, Stand 31.12.2025). Ende 2023 waren 631.273 Menschen pflegebedürftig; 82,4 Prozent wurden zu Hause versorgt, 48,5 Prozent ausschließlich mit Pflegegeld, also meist von Angehörigen (Landesamt für Statistik). Bis 2050 könnte die Zahl nach dem Pflegegutachten für das Gesundheitsministerium auf rund 980.000 steigen – und dann fehlen in der Hauptvariante rechnerisch 13.883 Pflegefachkräfte in Vollzeit (IGES, Februar 2026). Für einen Heimplatz zahlen Pflegebedürftige in Bayern im ersten Jahr im Schnitt 3.270 € Eigenanteil im Monat (vdek, Stand 1. Juli 2026). Das Landespflegegeld wurde 2026 halbiert und beträgt nun 500 € im Jahr (Landesamt für Pflege, Staatsregierung).

    Wer für Mutter oder Vater in Bayern Pflege organisiert, hat schnell viele Fragen: Welcher Pflegegrad ist realistisch? Was zahlen Pflegekasse und Freistaat? Was kostet ein Heimplatz? Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten amtlichen Zahlen zur Pflege in Bayern, jeweils mit Quelle und Stand; die Links finden Sie am Ende (Stand der Recherche: 26. September 2026).

    Betreuungskraft und Seniorin sitzen lachend auf einem Holzbalkon mit Blick auf ein oberbayerisches Dorf und die Alpen

    Bayern wird älter: Seniorinnen und Senioren in Zahlen

    Am 31. Dezember 2025 lebten in Bayern 13.245.503 Menschen. Rund 5,77 Millionen von ihnen (43,5 Prozent) waren 50 Jahre oder älter, 2.915.460 (22,0 Prozent) mindestens 65. Mindestens 75 Jahre alt waren 1.412.602 Menschen, mindestens 80 Jahre 874.771. Das Durchschnittsalter lag bei 44,4 Jahren (alle Werte: Bayerisches Landesamt für Statistik, Stand 31.12.2025).

    Die Lebenserwartung neugeborener Mädchen liegt in Bayern bei 84,0 Jahren, die von Jungen bei 79,7 Jahren; 67-jährige Frauen haben statistisch noch 19,7 Lebensjahre vor sich, Männer 16,9 (Landesamt für Statistik, Sterbetafel 2023/2025). Mit dem Alter steigt allerdings das Risiko, pflegebedürftig zu werden: Bundesweit waren Ende 2023 rund 11 Prozent der 70- bis 74-Jährigen pflegebedürftig, von den Menschen ab 90 Jahren 87 Prozent (Statistisches Bundesamt).

    Die Bevölkerungsvorausberechnung des Landesamts vom April 2026 zeigt die Richtung: Die Zahl der Menschen ab 65 Jahren steigt von 2,86 Millionen im Jahr 2024 auf 3,51 Millionen im Jahr 2044, ein Plus von 22,8 Prozent. Die Gruppe ab 75 Jahren wächst sogar um 45,2 Prozent auf rund 2,02 Millionen, das Durchschnittsalter steigt bis 2044 auf 46,0 Jahre. Vor allem rücken die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer – in Bayern rund 3,0 Millionen Menschen – nach und nach ins höhere Alter vor.

    Das Diagramm zeigt, wie sich die Zahl der 60- bis 74-Jährigen und der Menschen ab 75 Jahren nach dieser Vorausberechnung bis 2044 entwickelt.

    Bayern wird älter: die Babyboomer rücken nach

    Menschen von 60 bis 74 Jahren und ab 75 Jahren in Bayern, 2014 und 2024 (jeweils 31.12.) sowie Vorausberechnung bis 2044 (V)

    • 60 bis 74 Jahre
    • ab 75 Jahre
    • 20142,03 Mio.1,26 Mio.
    • 20242,47 Mio.1,39 Mio.
    • 2029 (V)2,70 Mio.1,47 Mio.
    • 2034 (V)2,65 Mio.1,61 Mio.
    • 2039 (V)2,46 Mio.1,84 Mio.
    • 2044 (V)2,33 Mio.2,02 Mio.
    Daten als Tabelle anzeigen
    Jahr60 bis 74 Jahreab 75 JahreEinwohner gesamtAnteil ab 75
    20041.997.700975.60012.443.9007,8 %
    20142.030.2001.263.00012.691.60010,0 %
    20242.467.2001.394.10013.248.90010,5 %
    2029 (V)2.700.5001.471.60013.305.10011,1 %
    2034 (V)2.654.4001.611.10013.403.10012,0 %
    2039 (V)2.459.9001.840.60013.482.60013,7 %
    2044 (V)2.327.3002.024.80013.526.60015,0 %
    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2044 – Demographisches Profil für den Freistaat Bayern (April 2026), Datenblatt; Werte in 1.000 gerundet.Seit 2022 beruhen die Einwohnerzahlen auf dem Zensus 2022, frühere Jahre auf dem Zensus 2011 – ältere Werte sind nur eingeschränkt vergleichbar.

    Noch weiter blickt das Pflegegutachten für das Gesundheitsministerium: Danach wächst die Zahl der Menschen ab 80 Jahren von 886.978 (2023) auf rund 1,34 Millionen im Jahr 2050 (IGES, Februar 2026, auf Basis der Vorausberechnung des Landesamts).

    Wie viele Menschen in Bayern pflegebedürftig sind – und wie sie versorgt werden

    Ende 2023 erhielten in Bayern 631.273 Menschen Leistungen der Pflegeversicherung – 9,2 Prozent mehr als Ende 2021 und 28,3 Prozent mehr als Ende 2019 (Landesamt für Statistik, Pflegestatistik 2023). Die Pflegestatistik erscheint nur alle zwei Jahre, Ergebnisse für Ende 2025 liegen noch nicht vor. Im Schnitt waren 47 von 1.000 Einwohnern pflegebedürftig; 61,6 Prozent der Pflegebedürftigen waren Frauen, 57,8 Prozent 80 Jahre oder älter.

    Die meisten Betroffenen hatten Pflegegrad 2 (247.040 Menschen) oder 3 (177.840). 72.901 Menschen hatten Pflegegrad 4, 29.723 Pflegegrad 5 und 102.924 Pflegegrad 1 (Pflegestatistik 2023). Mehr als acht von zehn Pflegebedürftigen (82,4 Prozent) wurden zu Hause versorgt (Landesamt für Statistik):

    • 306.045 Menschen bezogen ausschließlich Pflegegeld und wurden damit in der Regel von Angehörigen oder anderen privaten Pflegepersonen versorgt.
    • 126.418 Menschen wurden zu Hause zusammen mit einem ambulanten Pflegedienst oder vollständig durch ihn versorgt.
    • 87.504 Menschen mit Pflegegrad 1 lebten zu Hause, ohne einen Pflegedienst oder ein Heim zu nutzen.
    • 110.844 Menschen wurden im Pflegeheim versorgt (einschließlich Kurzzeitpflege).

    Zum Vergleich: Bundesweit wurden Ende 2023 von knapp 5,7 Millionen Pflegebedürftigen 86 Prozent zu Hause versorgt (Statistisches Bundesamt). Das Diagramm zeigt, wie sich die Versorgung in Bayern seit 2017 verschoben hat: Die Zahl der zu Hause Gepflegten wächst kräftig, die Zahl der Heimbewohner ist von 115.745 (2017) auf 110.844 (2023) leicht gesunken.

    Die meisten Pflegebedürftigen in Bayern leben zu Hause

    Pflegebedürftige in Bayern nach Art der Versorgung, 2017 bis 2023 (jeweils Dezember)

    • Pflegegrad 1, ohne Pflegedienst oder Heim*
    • zu Hause, nur Pflegegeld (meist Angehörige)
    • zu Hause mit ambulantem Pflegedienst
    • im Pflegeheim (vollstationär)
    • 2017399.357
    • 2019491.996
    • 2021578.147
    • 2023631.273
    Daten als Tabelle anzeigen
    JahrPflegegrad 1, ohne Pflegedienst oder Heim*zu Hause, nur Pflegegeld (meist Angehörige)zu Hause mit ambulantem Pflegedienstim Pflegeheim (vollstationär)insgesamt
    2017222185.79997.591115.745399.357
    201926.908232.506117.382115.200491.996
    202171.550273.208123.401109.988578.147
    202387.966306.045126.418110.844631.273
    Anteil 202313,9 %48,5 %20,0 %17,6 %100 %
    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistische Berichte K8300C (Pflegestatistik 2017, 2019, 2021, 2023), jeweils Tabelle 1; eigene Darstellung.* Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 ohne Leistungen eines ambulanten Dienstes oder Heims, einschließlich Pflegegrad 1 in Tages- oder Nachtpflege (2023: 462). 2017 wurde diese Gruppe noch nicht erfasst, die Summe für 2017 ist daher nur eingeschränkt vergleichbar. Pflegeheim einschließlich Kurzzeitpflege.

    Die Zahl wird weiter steigen. Das Pflegegutachten des IGES Instituts für das bayerische Gesundheitsministerium (Februar 2026) rechnet in der Hauptvariante mit 741.415 Pflegebedürftigen im Jahr 2030, 842.584 im Jahr 2040 und 979.796 im Jahr 2050 – 55 Prozent mehr als 2023. Je nach Annahme liegt die Spanne für 2050 zwischen 942.110 und 1.064.295. Die Hauptvariante unterstellt, dass die starke Dynamik der vergangenen Jahre noch bis Ende der 2020er-Jahre anhält: Von 2017 bis 2023 stieg der Anteil der Pflegebedürftigen unter den Versicherten der sozialen Pflegeversicherung in Bayern von 4,6 auf 7,0 Prozent – schneller, als allein durch die Alterung zu erwarten war (IGES).

    Die Grafik zeigt die Ist-Werte der Pflegestatistik seit 2019 und die Hauptvariante der Prognose bis 2050; die Tabelle darunter enthält auch die untere und die obere Variante.

    Bis 2050 fast eine Million Pflegebedürftige in Bayern

    Pflegebedürftige in Bayern 2019 bis 2023 und Prognose bis 2050 (Hauptvariante; Spanne 2050: 942.110 bis 1.064.295)

    • Ist (Pflegestatistik)
    • Prognose, Hauptvariante
    • 2019491.996
    • 2021578.147
    • 2023631.273
    • 2025 (Prognose)685.589
    • 2030 (Prognose)741.415
    • 2040 (Prognose)842.584
    • 2050 (Prognose)979.796
    Daten als Tabelle anzeigen
    JahrIstPrognose Hauptvarianteuntere Varianteobere Variante
    2019491.996–––
    2021578.147–––
    2023631.273631.273631.273631.273
    2025–685.589678.567693.306
    2030–741.415717.943779.206
    2040–842.584810.166912.136
    2050–979.796942.1101.064.295
    Quelle: IGES Institut im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention, Gutachten für den Bereich der Pflege 2025 bis 2050 in Bayern, Anlage 3, Teilbericht A (2026); Ist-Werte: Bayerisches Landesamt für Statistik, Pflegestatistik; eigene Darstellung.

    Pflege zu Hause: Angehörige tragen die Hauptlast

    Pflege in Bayern ist vor allem Familienarbeit. Das Gesundheitsministerium formuliert es deutlich: „Die pflegenden Zu- und Angehörigen tragen die Hauptlast der häuslichen Versorgung.“

    Gleichzeitig leben viele Ältere allein. Nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 wohnen in Bayern 567.000 Menschen ab 75 Jahren in einem Einpersonenhaushalt, drei Viertel davon Frauen (Landesamt für Statistik, Mai 2026). Wer allein lebt, hat im Pflegefall niemanden im Haus, der morgens nach dem Rechten sieht.

    Besonders fordernd ist die Pflege bei Demenz. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums leben in Bayern rund 270.000 Menschen mit Demenz, etwa 70 Prozent davon Frauen; bis 2030 rechnen Fachleute mit rund 300.000, bis 2040 mit rund 380.000 Betroffenen (Bayerische Demenzstrategie, 2025). Wie eine Betreuung zu Hause bei Demenz gelingen kann, lesen Sie im Ratgeber 24-Stunden-Betreuung bei Demenz zu Hause.

    Entlastungsangebote wachsen, reichen aber nicht überall aus. Ende 2023 besuchten 21.538 Pflegebedürftige eine Tages- oder Nachtpflege, rund 42 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor (Pflegestatistik; IGES). Kurzzeitpflege bleibt knapp: Auf 1.000 zu Hause versorgte Pflegebedürftige kommen rechnerisch nur 1,9 fest dafür vorgesehene Plätze (IGES, Stand 2025).

    Fachkräfte fehlen: der Pflegekräftebedarf in Bayern

    In Bayerns 2.173 ambulanten Pflegediensten und 2.146 Pflegeheimen (einschließlich reiner Tagespflegen) arbeiteten Ende 2023 insgesamt 171.590 Menschen, Teilzeitkräfte und alle Tätigkeitsbereiche eingerechnet (Landesamt für Statistik, Pflegestatistik 2023). Umgerechnet auf Vollzeitstellen waren in Pflege und Betreuung 91.077 Kräfte tätig, darunter 43.156 Pflegefachkräfte. Die Zahl der Fachkräfte sank damit gegenüber 2021 um 0,7 Prozent, obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen stieg (IGES, Februar 2026).

    Bis 2050 braucht Bayern laut Gutachten rund 135.000 Vollzeitkräfte in Pflege und Betreuung, 48 Prozent mehr als 2023. Bei den Pflegefachkräften in der Altenpflege fehlen 2050 in der Hauptvariante rechnerisch 13.883 Vollzeitkräfte, je nach Annahme zwischen rund 6.600 und 21.100. Zugleich ging die Zahl der verfügbaren vollstationären Plätze von 2021 bis 2023 um 2 Prozent zurück, während der Bedarf bis 2050 um 47 Prozent auf 183.715 vollstationäre Plätze steigen dürfte (IGES).

    Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) schätzt die Zahl der beruflich Pflegenden auf 220.000. Von den bisher im Berufsregister erfassten Pflegefachpersonen erreicht mehr als jede sechste (über 17 Prozent) in den nächsten zehn Jahren das Rentenalter (VdPB, Juni 2026). Schon die Monitoringstudie 2023 der VdPB erwartete noch in diesem Jahrzehnt einen Kipppunkt, ab dem die Ausbildungsabschlüsse die Renteneintritte nicht mehr ausgleichen. Für Familien kann das heißen: Ein Pflegedienst oder Heimplatz ist nicht immer sofort verfügbar. Früh planen lohnt sich.

    Was Pflege in Bayern kostet: Heim und Betreuung zu Hause

    Im Pflegeheim zahlen Bewohnerinnen und Bewohner in Bayern im ersten Jahr durchschnittlich 3.270 € im Monat selbst – etwas weniger als im Bundesdurchschnitt von 3.364 € (Verband der Ersatzkassen, Stand 1. Juli 2026). Darin stecken der pflegebedingte Eigenanteil (1.857 € nach Zuschuss der Pflegekasse), Unterkunft und Verpflegung (979 €) sowie Investitionskosten (434 €). Innerhalb eines Heims ist der pflegebedingte Eigenanteil für alle mit Pflegegrad 2 bis 5 gleich hoch. Mit der Aufenthaltsdauer steigt der Zuschuss der Pflegekasse: Nach mehr als zwölf Monaten liegt die Eigenbeteiligung bei 2.943 €, nach mehr als zwei Jahren bei 2.506 €, nach mehr als drei Jahren bei 1.959 € (vdek). Details: Pflegeheim-Kosten 2026.

    Zu Hause zahlt die Pflegekasse 2026 monatlich 347 €, 599 €, 800 € oder 990 € Pflegegeld (Pflegegrad 2 bis 5; § 37 SGB XI). Für einen ambulanten Pflegedienst gibt es stattdessen Sachleistungen bis 796 €, 1.497 €, 1.859 € oder 2.299 € (§ 36 SGB XI). Tagespflege wird zusätzlich bezahlt, dazu kommt der Entlastungsbetrag von 131 € im Monat (§ 41 und § 45b SGB XI). Mehr dazu: Was zahlt die Pflegekasse bei der 24-Stunden-Betreuung?

    Bei einer Betreuung in häuslicher Gemeinschaft mit JaSo24 beträgt der Festpreis 2.775 € im Monat bei Pflegegrad 3 und 2.895 € bei Pflegegrad 4. Nach Abzug des Pflegegeldes bleiben 2.176 € bzw. 2.095 € – 1.094 € bzw. 1.175 € weniger als der durchschnittliche Heim-Eigenanteil im ersten Jahr.

    Zu einem fairen Vergleich gehört aber: Im Heim sind Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bereits enthalten. Zu Hause laufen Miete und Haushaltskosten weiter, außerdem kommen Kost und Logis für die Betreuungskraft hinzu. Und weil der Zuschuss der Pflegekasse mit der Aufenthaltsdauer steigt, liegt der Heim-Eigenanteil ab dem vierten Jahr mit durchschnittlich 1.959 € unter diesen Beträgen (vdek). Für Pflege- und Betreuungsleistungen kann zudem eine Steuerermäßigung von 20 Prozent der Kosten greifen, höchstens 4.000 € im Jahr – zu Hause wie anteilig im Heim (§ 35a EStG).

    Das Diagramm vergleicht den durchschnittlichen Heim-Eigenanteil in Bayern im ersten Jahr mit den Kosten der Betreuung zu Hause mit JaSo24 nach Pflegegeld.

    Was die Familie im ersten Jahr monatlich zahlt

    Durchschnittlicher Eigenanteil im Pflegeheim in Bayern im ersten Aufenthaltsjahr und Betreuung zu Hause mit JaSo24 nach Abzug des Pflegegeldes

    • Pflegeheim in Bayern, 1. Jahr (Pflegegrad 2 bis 5)3.270 €
    • Zu Hause mit JaSo24, Pflegegrad 32.176 €
    • Zu Hause mit JaSo24, Pflegegrad 42.095 €
    Daten als Tabelle anzeigen
    Posten (€ pro Monat)Pflegeheim BayernJaSo24, Pflegegrad 3JaSo24, Pflegegrad 4
    Preis bzw. Eigenanteil vor Abzügen–2.775 €2.895 €
    Pflegegeld (§ 37 SGB XI)–− 599 €− 800 €
    Eigenanteil im 1. Jahr3.270 €2.176 €2.095 €
    Eigenanteil im 2. Jahr2.943 €2.176 €2.095 €
    Eigenanteil im 3. Jahr2.506 €2.176 €2.095 €
    Eigenanteil ab dem 4. Jahr1.959 €2.176 €2.095 €
    Quellen: Verband der Ersatzkassen (vdek), Landesvertretung Bayern, Eigenanteile Stand 01.07.2026; JaSo24-Festpreise; Pflegegeld nach § 37 SGB XI (2026).Im Heim sind Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten enthalten; der Eigenanteil sinkt mit der Aufenthaltsdauer durch Zuschläge der Pflegekasse (siehe Tabelle). Zu Hause kommen Kost und Logis für die Betreuungskraft sowie die eigenen Wohnkosten hinzu; eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG (20 %, bis 4.000 € im Jahr) ist möglich.

    Die Rechnung für alle Pflegegrade finden Sie im Beitrag Kosten der 24-Stunden-Pflege.

    Ausblick: Der Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für ein Pflegeneuordnungsgesetz sieht ab 2027 unter anderem ein „Entlastungsbudget“ anstelle des Pflegegeldes vor. Beschlossen ist das noch nicht: Bis zum 26. September 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf nicht verabschiedet, anschließend muss noch der Bundestag das Gesetz beschließen. Einzelheiten können sich also noch ändern.

    Hilfe in Bayern: Landespflegegeld, Pflegegrad und Beratung

    Landespflegegeld 2026: 500 € im Jahr

    Bayern zahlt Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz im Freistaat ein Landespflegegeld – zu Hause wie im Pflegeheim. Seit 1. Januar 2026 sind es 500 € pro Pflegegeldjahr, bis einschließlich 2025 waren es 1.000 € (Landesamt für Pflege; Pflegebeauftragter der Staatsregierung). Das Geld ist einkommensunabhängig und steuerfrei, einen Verwendungsnachweis gibt es nicht.

    Neu ist der Zahlungstermin: Das Pflegegeldjahr entspricht jetzt dem Kalenderjahr, überwiesen wird bis zum 31. Januar des Folgejahres – für 2026 also Anfang 2027. Ein einmaliger Antrag beim Landesamt für Pflege genügt, er gilt für die Folgejahre weiter. Für den Erstantrag gilt eine Frist: Für das Pflegegeldjahr 2026 nennt der Pflegestützpunkt im Landkreis Pfaffenhofen den 31. März 2027. Fehlt noch der Bescheid der Pflegekasse, reichen Sie den Antrag zur Fristwahrung zunächst unvollständig ein – entscheidend ist der Eingang beim Landesamt für Pflege (LfP, Hinweise zum Landespflegegeld). Jährlich erhalten rund 400.000 Menschen die Leistung. Mit den eingesparten Mitteln will der Freistaat unter anderem den Ausbau von Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege fördern (StMGP, November 2024).

    Pflegegrad beantragen: was der Medizinische Dienst prüft

    Gesetzlich Versicherte beantragen den Pflegegrad bei ihrer Pflegekasse; die Begutachtung übernimmt der Medizinische Dienst Bayern, den Bescheid erteilt die Pflegekasse. Der MD Bayern hat nach eigenen Angaben 2025 insgesamt 453.407 Begutachtungen und Stellungnahmen in der Pflegebegutachtung erstellt. Bei mehr als jedem vierten Erstantrag – über 26 Prozent – empfiehlt er derzeit keinen Pflegegrad; Hilfe beim Einkaufen oder im Haushalt allein reicht in der Regel nicht aus (MD Bayern, September 2026). Lassen Sie sich vorher beraten. Unser Leitfaden zum Pflegegrad-Antrag führt Schritt für Schritt durch das Verfahren.

    Kostenlose Beratung und Entlastung

    • Pflegestützpunkte: 59 Stützpunkte beraten bayernweit kostenlos und wohnortnah, für gesetzlich und privat Versicherte (Gesundheitsministerium, September 2026).
    • Pflegeberatung Bayern: Das kostenlose Angebot der gesetzlichen Pflegekassen ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 0800 / 772 11 11 erreichbar, auch ohne Pflegegrad (MD Bayern, September 2026).
    • Fachstellen für pflegende Angehörige: Rund 100 Fachstellen bieten psychosoziale Beratung, Begleitung und Entlastungsangebote (Gesundheitsministerium, März 2026).
    • Angebote zur Unterstützung im Alltag: Rund 3.860 anerkannte Angebote entlasten stundenweise (Gesundheitsministerium, September 2026); bezahlen lassen sie sich zum Beispiel über den Entlastungsbetrag.
    • Kurzzeit- und Verhinderungspflege: Ab Pflegegrad 2 gibt es dafür einen gemeinsamen Jahresbetrag von bis zu 3.539 € (§ 42a SGB XI). Details: Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege.

    Regionale Unterschiede in Bayern

    Die Unterschiede innerhalb Bayerns sind groß. Ende 2023 waren in Oberfranken 61 von 1.000 Einwohnern pflegebedürftig, in Oberbayern nur 37; unter den Kreisen reicht die Spanne von 85 in der Stadt Passau bis 31 im Landkreis Freising (Landesamt für Statistik). Die Einwohnerzahl entwickelt sich bis 2044 ebenfalls unterschiedlich: von minus 8,7 Prozent im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bis plus 8,6 Prozent im Landkreis Unterallgäu (Landesamt für Statistik, Vorausberechnung 2026). Auch der Anteil älterer Menschen unterscheidet sich stark: Am höchsten ist der Anteil der Menschen ab 75 Jahren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 14,0 Prozent, gefolgt von den Landkreisen Wunsiedel im Fichtelgebirge und Starnberg mit jeweils gut 13 Prozent. Im bayerischen Durchschnitt sind es 10,5 Prozent, am niedrigsten ist der Anteil im Landkreis Freising mit 8,1 Prozent (Landesamt für Statistik, Stand 31.12.2024).

    Wo in Bayern besonders viele Menschen ab 75 leben

    Anteil der Menschen ab 75 Jahren an der Bevölkerung am 31.12.2024 – die zehn Landkreise und kreisfreien Städte mit dem höchsten Anteil

    • Garmisch-Partenkirchen (Landkreis)14,0 %
    • Wunsiedel i. Fichtelgebirge (Landkreis)13,4 %
    • Starnberg (Landkreis)13,3 %
    • Berchtesgadener Land (Landkreis)13,0 %
    • Hof (Landkreis)12,9 %
    • Miesbach (Landkreis)12,7 %
    • Bad Kissingen (Landkreis)12,7 %
    • Schweinfurt (kreisfreie Stadt)12,3 %
    • Kronach (Landkreis)12,2 %
    • Fürstenfeldbruck (Landkreis)12,2 %
    • Bayern gesamt10,5 %
    Daten als Tabelle anzeigen
    Landkreis / StadtRegierungsbezirkAnteil ab 75 (2024)Durchschnittsalter 2024Veränderung ab 75 bis 2044
    Garmisch-PartenkirchenOberbayern14,0 %46,9 J.+23,4 %
    Wunsiedel i. FichtelgebirgeOberfranken13,4 %47,7 J.+25,9 %
    StarnbergOberbayern13,3 %46,0 J.+27,5 %
    Berchtesgadener LandOberbayern13,0 %45,7 J.+27,8 %
    HofOberfranken12,9 %47,8 J.+34,7 %
    MiesbachOberbayern12,7 %45,9 J.+30,4 %
    Bad KissingenUnterfranken12,7 %47,0 J.+46,7 %
    SchweinfurtUnterfranken12,3 %44,6 J.+29,9 %
    KronachOberfranken12,2 %48,0 J.+45,6 %
    FürstenfeldbruckOberbayern12,2 %44,7 J.+21,9 %
    Bayern gesamt–10,5 %44,3 J.+45,2 %
    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Bevölkerung in den Gemeinden Bayerns nach Altersgruppen und Geschlecht“ (A1310C, Stand 31.12.2024) und Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2044, Demographische Profile (April 2026); eigene Darstellung.

    Für die Planung vor Ort zählt vor allem, wie schnell die Zahl der Menschen ab 75 Jahren wächst. Bayernweit steigt sie laut Vorausberechnung bis 2044 um 45,2 Prozent, von rund 1,39 auf rund 2,02 Millionen. Am stärksten wächst diese Altersgruppe in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (plus 78,7 Prozent), Bamberg (plus 78,3 Prozent) und Erding (plus 73,5 Prozent), am schwächsten in den Städten München und Kempten mit plus 17,7 bzw. plus 19,5 Prozent (Landesamt für Statistik, Vorausberechnung 2026).

    Wo die Zahl der Menschen ab 75 am stärksten wächst

    Vorausberechnete Veränderung der Zahl der Menschen ab 75 Jahren von 2024 bis 2044 – die zehn Landkreise und kreisfreien Städte mit dem stärksten Anstieg

    • Neumarkt i. d. OPf. (Landkreis)+78,7 %
    • Bamberg (Landkreis)+78,3 %
    • Erding (Landkreis)+73,5 %
    • Landshut (Landkreis)+72,9 %
    • Freyung-Grafenau (Landkreis)+72,3 %
    • Eichstätt (Landkreis)+71,4 %
    • Kelheim (Landkreis)+70,3 %
    • Straubing-Bogen (Landkreis)+70,3 %
    • Dingolfing-Landau (Landkreis)+68,2 %
    • Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim (Landkreis)+67,7 %
    • Bayern gesamt+45,2 %
    Daten als Tabelle anzeigen
    Landkreis / StadtRegierungsbezirkab 75 Jahre 2024ab 75 Jahre 2044 (V)Veränderung
    Neumarkt i. d. OPf.Oberpfalz12.95623.200+78,7 %
    BambergOberfranken13.76224.500+78,3 %
    ErdingOberbayern12.13021.000+73,5 %
    LandshutNiederbayern15.00125.900+72,9 %
    Freyung-GrafenauNiederbayern8.37814.400+72,3 %
    EichstättOberbayern12.07820.700+71,4 %
    KelheimNiederbayern11.60519.800+70,3 %
    Straubing-BogenNiederbayern9.74016.600+70,3 %
    Dingolfing-LandauNiederbayern9.08415.300+68,2 %
    Neustadt a. d. Aisch-Bad WindsheimMittelfranken10.26917.200+67,7 %
    Bayern gesamt–1.394.1402.024.800+45,2 %
    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Bevölkerung in den Gemeinden Bayerns nach Altersgruppen und Geschlecht“ (A1310C, Stand 31.12.2024) und Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2044, Demographische Profile (April 2026); eigene Darstellung.Werte für 2044 auf 100 gerundet (Datenblatt der Vorausberechnung in 1.000).

    Die Tabelle zeigt alle 96 Landkreise und kreisfreien Städte. Wo JaSo24 für die Region bereits eine eigene Seite hat, führt ein Link zu den Informationen über die Seniorenbetreuung vor Ort.

    Alle 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern

    Einwohner und Anteil der Menschen ab 75 Jahren am 31.12.2024, Durchschnittsalter und die vorausberechnete Veränderung der Zahl der Menschen ab 75 Jahren bis 2044 – sortiert nach dem Anteil ab 75 Jahren. Wo wir eine eigene Seite haben, finden Sie den Link zur Seniorenbetreuung vor Ort.

    Tabelle mit allen 96 Regionen öffnen
    Landkreis / StadtBezirkEinwohner 2024ab 75 (2024)Ø Alter 2024ab 75 bis 2044Seniorenbetreuung vor Ort
    Garmisch-PartenkirchenOberbayern89.29614,0 %46,9 J.+23,4 %Garmisch-Partenkirchen, Murnau am Staffelsee
    Wunsiedel i. FichtelgebirgeOberfranken70.54913,4 %47,7 J.+25,9 %–
    StarnbergOberbayern139.32913,3 %46,0 J.+27,5 %Gauting, Gilching, Herrsching am Ammersee, Krailling, Starnberg, Tutzing
    Berchtesgadener LandOberbayern105.29213,0 %45,7 J.+27,8 %Bad Reichenhall
    HofOberfranken92.19112,9 %47,8 J.+34,7 %–
    MiesbachOberbayern97.15212,7 %45,9 J.+30,4 %Miesbach, Tegernsee
    Bad KissingenUnterfranken103.48912,7 %47,0 J.+46,7 %Bad Kissingen
    Schweinfurt (Stadt)Unterfranken54.48112,3 %44,6 J.+29,9 %Schweinfurt
    KronachOberfranken64.54512,2 %48,0 J.+45,6 %–
    FürstenfeldbruckOberbayern218.22712,2 %44,7 J.+21,9 %Fürstenfeldbruck, Gröbenzell, Puchheim
    TraunsteinOberbayern175.14412,2 %45,7 J.+42,8 %Traunstein
    Lindau (Bodensee)Schwaben82.41112,2 %45,7 J.+38,0 %Lindau (Bodensee)
    FürthMittelfranken117.71912,1 %45,9 J.+37,1 %Zirndorf
    OberallgäuSchwaben155.41312,1 %45,6 J.+39,3 %–
    KulmbachOberfranken71.51812,1 %47,3 J.+44,9 %–
    Coburg (Stadt)Oberfranken41.06412,0 %45,5 J.+38,5 %Coburg
    Hof (Stadt)Oberfranken46.77812,0 %44,8 J.+20,8 %Hof
    MünchenOberbayern354.39611,9 %44,1 J.+22,8 %Gräfelfing, Grünwald, Haar, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Ismaning, Neubiberg, Neuried, Oberhaching, Ottobrunn, Planegg, Pullach i. Isartal, Schäftlarn, Unterhaching
    Schwabach (Stadt)Mittelfranken40.83511,8 %45,3 J.+36,4 %Schwabach
    Amberg (Stadt)Oberpfalz42.55311,8 %45,7 J.+41,3 %Amberg
    Weiden i. d. OPf. (Stadt)Oberpfalz42.44411,8 %45,4 J.+33,0 %Weiden in der Oberpfalz
    Kempten (Allgäu) (Stadt)Schwaben67.64511,8 %44,0 J.+19,5 %Kempten
    Nürnberger LandMittelfranken168.81311,7 %45,8 J.+41,1 %–
    CoburgOberfranken84.46811,6 %46,6 J.+48,6 %Bad Rodach
    Main-SpessartUnterfranken125.28211,6 %46,6 J.+53,4 %–
    Bad Tölz-WolfratshausenOberbayern130.24811,6 %44,9 J.+42,0 %Bad Tölz, Wolfratshausen
    RosenheimOberbayern258.63711,6 %45,1 J.+48,1 %Prien am Chiemsee
    Kaufbeuren (Stadt)Schwaben46.19311,6 %44,5 J.+45,1 %Kaufbeuren
    Weilheim-SchongauOberbayern138.95711,5 %44,9 J.+51,1 %Weilheim
    Bayreuth (Stadt)Oberfranken72.94011,5 %44,1 J.+25,8 %Bayreuth
    Passau (Stadt)Niederbayern53.03911,5 %44,0 J.+32,4 %Passau
    LichtenfelsOberfranken67.37911,3 %46,3 J.+51,0 %–
    Memmingen (Stadt)Schwaben44.19211,3 %44,2 J.+37,3 %Memmingen
    PassauNiederbayern194.69911,2 %46,1 J.+63,3 %–
    BayreuthOberfranken103.21511,2 %46,4 J.+54,1 %–
    TirschenreuthOberpfalz72.21011,1 %46,4 J.+53,3 %–
    AschaffenburgUnterfranken170.94511,1 %45,8 J.+53,4 %–
    AltöttingOberbayern113.93811,0 %44,7 J.+47,6 %–
    RothMittelfranken128.63211,0 %45,3 J.+54,2 %–
    Rhön-GrabfeldUnterfranken79.37510,9 %45,8 J.+59,6 %Bad Neustadt an der Saale
    OstallgäuSchwaben142.04710,9 %44,6 J.+53,6 %Nesselwang
    SchweinfurtUnterfranken113.97710,9 %45,6 J.+54,1 %–
    Ansbach (Stadt)Mittelfranken40.74210,9 %44,5 J.+42,1 %Ansbach
    RegenNiederbayern77.26710,9 %46,2 J.+58,6 %–
    Weißenburg-GunzenhausenMittelfranken94.69510,8 %45,2 J.+57,7 %Weißenburg in Bayern
    Würzburg (Stadt)Unterfranken133.25810,8 %42,9 J.+26,1 %Würzburg
    Rottal-InnNiederbayern120.49710,8 %45,2 J.+58,6 %–
    UnterallgäuSchwaben147.25510,8 %44,2 J.+52,8 %–
    WürzburgUnterfranken162.21610,7 %45,2 J.+54,3 %–
    Landsberg am LechOberbayern122.10710,7 %44,8 J.+62,3 %Dießen am Ammersee, Landsberg am Lech
    MiltenbergUnterfranken127.54710,7 %45,4 J.+60,0 %–
    Freyung-GrafenauNiederbayern78.71010,6 %46,4 J.+72,3 %–
    AugsburgSchwaben262.81110,6 %44,3 J.+53,7 %–
    Aschaffenburg (Stadt)Unterfranken73.09110,6 %44,5 J.+47,6 %Aschaffenburg
    Rosenheim (Stadt)Oberbayern65.27410,6 %43,1 J.+27,1 %Rosenheim
    Straubing (Stadt)Niederbayern49.00210,5 %44,6 J.+41,6 %Straubing
    Landshut (Stadt)Niederbayern71.86310,5 %43,5 J.+37,0 %Landshut
    Nürnberg (Stadt)Mittelfranken529.50810,5 %43,4 J.+23,0 %Nürnberg
    Erlangen-HöchstadtMittelfranken138.32510,5 %44,7 J.+53,6 %Eckental, Herzogenaurach, Höchstadt an der Aisch
    EbersbergOberbayern144.22510,4 %43,5 J.+41,7 %Ebersberg, Vaterstetten
    ChamOberpfalz128.53410,4 %45,5 J.+66,3 %–
    Aichach-FriedbergSchwaben136.80310,4 %44,2 J.+56,8 %–
    Amberg-SulzbachOberpfalz103.98210,3 %45,5 J.+63,8 %–
    Neu-UlmSchwaben183.59510,3 %43,7 J.+44,5 %Neu-Ulm
    Bamberg (Stadt)Oberfranken77.15010,3 %43,2 J.+39,2 %Bamberg
    ForchheimOberfranken116.18410,2 %45,1 J.+64,0 %Forchheim
    Neustadt a. d. Aisch-Bad WindsheimMittelfranken101.04310,2 %45,1 J.+67,7 %Neustadt an der Aisch
    HaßbergeUnterfranken83.86910,2 %45,4 J.+67,5 %–
    Neustadt a. d. WaldnaabOberpfalz96.04910,1 %45,3 J.+63,9 %–
    Dillingen a. d. DonauSchwaben98.89910,1 %44,4 J.+65,7 %–
    Donau-RiesSchwaben135.09810,1 %44,3 J.+60,1 %–
    KitzingenUnterfranken91.28710,1 %44,8 J.+61,1 %–
    Augsburg (Stadt)Schwaben301.10510,1 %42,8 J.+30,7 %Augsburg
    Mühldorf a. InnOberbayern122.0379,9 %44,0 J.+59,5 %Mühldorf
    DeggendorfNiederbayern121.8449,9 %44,6 J.+61,2 %Deggendorf
    SchwandorfOberpfalz149.3129,9 %44,8 J.+65,9 %–
    DachauOberbayern153.5959,8 %43,6 J.+49,1 %Dachau
    RegensburgOberpfalz196.2139,7 %44,4 J.+66,1 %–
    AnsbachMittelfranken187.6339,7 %44,4 J.+66,2 %Dinkelsbühl, Rothenburg o. d. T.
    Erlangen (Stadt)Mittelfranken115.9289,7 %41,9 J.+36,8 %Erlangen
    Neuburg-SchrobenhausenOberbayern99.3649,6 %43,6 J.+63,8 %Neuburg
    GünzburgSchwaben129.8469,6 %43,8 J.+63,4 %Günzburg
    Straubing-BogenNiederbayern103.0419,4 %44,4 J.+70,3 %–
    Fürth (Stadt)Mittelfranken132.0369,3 %43,6 J.+49,3 %Fürth
    Neumarkt i. d. OPf.Oberpfalz138.6939,3 %44,1 J.+78,7 %Neumarkt
    BambergOberfranken147.7779,3 %44,7 J.+78,3 %–
    LandshutNiederbayern162.1709,2 %43,8 J.+72,9 %–
    KelheimNiederbayern126.0379,2 %43,6 J.+70,3 %–
    München (Stadt)Oberbayern1.505.0059,2 %41,7 J.+17,7 %München
    Dingolfing-LandauNiederbayern101.0359,0 %43,9 J.+68,2 %–
    Ingolstadt (Stadt)Oberbayern141.1859,0 %42,0 J.+40,1 %Ingolstadt
    Pfaffenhofen a. d. IlmOberbayern130.7819,0 %43,2 J.+67,6 %Pfaffenhofen
    EichstättOberbayern135.6688,9 %42,8 J.+71,4 %Eichstätt, Kipfenberg, Kösching
    ErdingOberbayern140.1278,7 %43,1 J.+73,5 %Erding
    Regensburg (Stadt)Oberpfalz151.3898,6 %41,5 J.+38,2 %Regensburg
    FreisingOberbayern184.5648,1 %42,2 J.+65,5 %Freising
    Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Bevölkerung in den Gemeinden Bayerns nach Altersgruppen und Geschlecht“ (A1310C, Stand 31.12.2024) und Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2044, Demographische Profile (April 2026); eigene Darstellung.
    Betreuungskraft mit Einkaufstasche begleitet einen Senior mit Gehstock durch eine bayerische Altstadt

    Was das für Familien bedeutet: realistische Wege

    Eine Einheitslösung gibt es nicht. Welche Versorgung passt, hängt vom Pflegegrad, von der Wohnsituation und von den Möglichkeiten der Angehörigen ab. Vier Wege kommen meist in Betracht, oft kombiniert:

    • Ambulanter Pflegedienst: kommt zu festen Zeiten, etwa zur Körperpflege, und übernimmt die medizinische Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung. Passt, wenn Angehörige in der Nähe sind und einzelne Einsätze am Tag reichen.
    • Tagespflege: tagsüber in einer Einrichtung, abends wieder zu Hause. Entlastet berufstätige Angehörige und wird zusätzlich zum Pflegegeld bezahlt.
    • Pflegeheim: sinnvoll, wenn die Pflege zu Hause nicht mehr sicher möglich ist. Eigenanteil in Bayern im ersten Jahr durchschnittlich 3.270 € im Monat (vdek). Welche Alternativen es gibt, zeigt der Beitrag Alternative zum Pflegeheim.
    • Betreuung in häuslicher Gemeinschaft: oft „24-Stunden-Pflege“ genannt. Eine Betreuungskraft wohnt im Haushalt und unterstützt im Alltag; für die Behandlungspflege kommt ergänzend ein ambulanter Dienst. Passt vor allem, wenn ein Mensch nicht mehr allein leben sollte, aber zu Hause bleiben möchte.

    Unser Rat: Lassen Sie sich zuerst kostenlos beraten, klären Sie dann den Pflegegrad und stellen Sie den Antrag auf Landespflegegeld. Planen Sie, bevor eine Krise wie ein Sturz oder ein Krankenhausaufenthalt die Entscheidung erzwingt.

    Wie JaSo24 Familien in Bayern unterstützt

    Das Team von JaSo24 – Seniorenbetreuung und 24-Stunden-Pflege für Familien in Bayern

    JaSo24 bietet Seniorenbetreuung in Bayern als Betreuung in häuslicher Gemeinschaft an: Eine Betreuungskraft zieht bei Ihrer Mutter oder Ihrem Vater ein und unterstützt im Alltag. „24 Stunden“ bedeutet Anwesenheit im Haus, nicht 24 Stunden Arbeit. Tagsüber ist die Betreuungskraft für die vereinbarten Aufgaben da, nachts ist sie im Haus. Regelmäßige Nachtarbeit und medizinische Behandlungspflege gehören nicht dazu; dafür kommt bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst.

    • Schneller Start: meist 4 bis 6 Tage nach dem Erstgespräch.
    • Festpreise: ab 2.595 € im Monat (Pflegegrad 0 bis 2), 2.775 € (Pflegegrad 3), 2.895 € (Pflegegrad 4), 3.165 € (Pflegegrad 5). An- und Abreise inklusive, keine Vermittlungsgebühr; Kost und Logis im Haushalt kommen hinzu.
    • Passende Betreuung: Wir werden eine Betreuungsperson für Sie auswählen, die Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Passt es menschlich nicht, ist der Wechsel kostenfrei.
    • Flexibel: Die kurze Kündigungsfrist steht schon im Angebot.
    • Feste deutschsprachige Ansprechpartnerinnen: Karina Krupa (Kundendienstbüro) und Liane Vogel (Kundenberaterin für Seniorenbetreuung) beraten Sie kostenlos unter 0800 / 700 88 20.
    • Erfahrung und Schulung: 20 Jahre Erfahrung; die Betreuungskräfte werden in der eigenen JaSo-Akademie geschult.
    • Legal: im EU-Entsendemodell – Arbeitgeber und Sozialversicherung der Betreuungskräfte liegen im Herkunftsland, es gelten die Regeln der Entsendung.

    Für viele Städte in Bayern gibt es eigene Seiten zur 24-Stunden-Pflege und Seniorenbetreuung vor Ort:

    Häufige Fragen zu Pflege in Bayern

    Wie viele Menschen sind in Bayern pflegebedürftig?
    Ende 2023 waren es 631.273 Menschen, 82,4 Prozent davon wurden zu Hause versorgt (Landesamt für Statistik). Das Pflegegutachten für das Gesundheitsministerium erwartet in der Hauptvariante bis 2050 rund 980.000 Pflegebedürftige (IGES, 2026).

    Wie hoch ist das Bayerische Landespflegegeld 2026?
    Seit 1. Januar 2026 beträgt es 500 € pro Pflegegeldjahr (Kalenderjahr) statt bisher 1.000 €. Es steht Menschen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz in Bayern zu, wird einmalig beim Landesamt für Pflege beantragt und bis zum 31. Januar des Folgejahres ausgezahlt (Landesamt für Pflege).

    Was kostet ein Pflegeheim in Bayern 2026?
    Im ersten Aufenthaltsjahr durchschnittlich 3.270 € Eigenanteil im Monat, nach mehr als drei Jahren durchschnittlich 1.959 € (vdek, Stand 1. Juli 2026). Darin sind Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten enthalten. Die Kosten unterscheiden sich von Heim zu Heim.

    Wo bekomme ich in Bayern kostenlose Pflegeberatung?
    Bei einem der 59 Pflegestützpunkte (Gesundheitsministerium, September 2026), bei der Pflegeberatung Bayern der gesetzlichen Pflegekassen unter 0800 / 772 11 11 und, speziell für Angehörige, bei einer der rund 100 Fachstellen für pflegende Angehörige.

    Wie viele Menschen mit Demenz leben in Bayern?
    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 270.000, bis 2040 könnten es rund 380.000 sein (Bayerische Demenzstrategie, 2025).

    Quellen

    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Einwohnerzahl in Bayern 2025 (Pressemitteilung 126/2026) – Stand 31.12.2025 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Altersstruktur der Bevölkerung Bayerns“ – Stand 31.12.2025 – PDF
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Die Franken im Durchschnitt, mit dem Durchschnittsalter für Bayern (Pressemitteilung 174/2026) – Stand 31.12.2025 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung bis 2044 (Pressemitteilung 101/2026) – April 2026 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Beiträge zur Statistik Bayerns, Heft 559: Bevölkerungsvorausberechnung bis 2044 – April 2026 – PDF
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2044: Demographische Profile der Landkreise und kreisfreien Städte – April 2026 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Bevölkerung in den Gemeinden Bayerns nach Altersgruppen und Geschlecht“ (A1310C) – Stand 31.12.2024 – PDF
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Sterbetafel 2023/2025 (Pressemitteilung 177/2026) – Juli 2026 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Alleinlebende, Mikrozensus 2025 (Pressemitteilung 133/2026) – Mai 2026 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Mehr Pflegebedürftige in Bayern am Jahresende 2023 (Pressemitteilung) – Stand Dezember 2023 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Pflegebedürftige nach Regierungsbezirken und Kreisen (Pressemitteilung 004/2025) – Stand Dezember 2023 – statistik.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Statistik – Statistischer Bericht „Ergebnisse der Pflegestatistik 2023“ (sowie Berichte 2017–2021) – Stand Dezember 2023 – PDF
    • IGES Institut für das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention – Pflegegutachten 2025 bis 2050, Anlage 3, Teilbericht A – Februar 2026 – Portal Pflegebedarf 2050
    • Verband der Ersatzkassen, Landesvertretung Bayern – Pflege-Eigenanteile – Stand 1. Juli 2026 – vdek.com
    • Verband der Ersatzkassen – Eigenbeteiligung in der stationären Pflege (Pressemitteilung) – Stand 1. Juli 2026 – vdek.com
    • Bayerisches Landesamt für Pflege – Landespflegegeld – Stand 2026 – lfp.bayern.de
    • Bayerisches Landesamt für Pflege – Landespflegegeld; Beantragung (BayernPortal) – Stand 23.09.2026 – bayernportal.de
    • Landratsamt Pfaffenhofen a. d. Ilm, Pflegestützpunkt – Landespflegegeld für 2026 rechtzeitig sichern – September 2026 – landkreis-pfaffenhofen.de
    • Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung – Kürzung des Landespflegegeldes – November 2024 – patientenportal.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Umstrukturierung beim Landespflegegeld (Pressemitteilung Nr. 227/GP) – November 2024 – stmgp.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Gerlach will pflegende Angehörige weiter entlasten (Pressemitteilung Nr. 130) – September 2026 – stmgp.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Betreuung und Pflege durch Angehörige – Stand März 2026 – stmgp.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Pflegestützpunkte – Stand März 2026 – stmgp.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Bayerische Demenzstrategie (Pressemitteilung) – Februar 2025 – stmgp.bayern.de
    • Bayerisches Gesundheitsministerium (StMGP) – Demenz – Stand Juli 2026 – stmgp.bayern.de
    • Medizinischer Dienst Bayern – Zahlen, Daten, Fakten – Jahr 2025 – md-bayern.de
    • Medizinischer Dienst Bayern – Mehr als jeder vierte Erstantrag ohne Pflegegrad (Pressemitteilung) – September 2026 – md-bayern.de
    • Vereinigung der Pflegenden in Bayern – Ein Jahr Berufsregister – Juni 2026 – vdpb-bayern.de
    • Vereinigung der Pflegenden in Bayern – Monitoringstudie Pflegepersonalbedarf 2023 – Januar 2024 – vdpb-bayern.de
    • Statistisches Bundesamt – 5,7 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2023 (Pressemitteilung) – Dezember 2024 – destatis.de
    • Bundesministerium für Gesundheit – Fragen und Antworten zum Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) – abgerufen am 26.09.2026 – bundesgesundheitsministerium.de
    • Sozialgesetzbuch XI (§§ 36, 37, 41, 42a, 45b) und Einkommensteuergesetz (§ 35a) – Stand 26.09.2026 – gesetze-im-internet.de

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